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Gedanken zur Zucht von Border Terrier


 

Wir hatten das Glück, an die sorgfältige Zuchtarbeit gewissenhafter Vorzüchter anzuknüpfen, ohne die ein erfolgreiches "Nachtzüchten" kaum denkbar ist. Im Gegensatz zu vielen jüngeren Border Terrier Züchtern befinden wir uns noch im Anfang unserer zu erzüchtenden Linie. Vorschnell glaubt so mancher Jungzüchter an die Existenz seiner "Linie", aber genauere Nachprüfung zeigt, dass man davon noch weit entfernt ist. In unserer Hauptrasse "Irish Wolfhounds" hat sich gezeigt, dass Inzucht mit dem verbundenem Ahnenverlust zu grossen Gesundheidsproblemen und gelegentlich zur Zuchtaufgabe geführt hat. Vom  züchterischen Standpunkt ist es nicht wünschenswert, nur den eigenen Zwingernamen in den Ahnenreihen vorzufinden. Es schmälert auch nicht den Ausstellungserfolg, Hunde aus anderen Zwingern oder Hunde, an denen eigene Zuchtprodukte beteiligt sind, in den Ring zu führen. Das beeindruckt wenigstens Insider und Kenner der Szen

Ich bin der Ansicht, dass Fremdzucht und Einbringung sorgfältig gezüchteter Zuchttiere zur schrittweisen Verbesserung der eigenen Linie beiträgt, wenn der Phänotyp des Rüden der Hündin sehr ähnlich ist und dem Rasseideal entspricht.

Auch hier muss man im Vertrauen zum gewissenhaften Züchter die Ahnentafel befragen und möglichst viel von noch lebenden Generationsgliedern in Erfahrung bringen. Dann würde ich den Einfluss des Rüden für aussagekräftiger halten, weil er in der Regel eine zahlreichere Nachkommenschaft aufzuweisen hat, aus der Rückschlüsse auf seinen Vererbungswert gezogen werden. Mit dem steigenden Bekanntheitsgrad hat auch das Interesse für die Rasse zugenommen. Eine positive Entwicklung, die hoffentlich ihren Niederschlag in der Zucht findet. Die selbstkritische Betrachtung des eigenen Zuchtstammes müsste ein potentieller Züchter stärker entwickeln. Dazu gehört ein ständiger Lernprozess, der auch bei meist kleinen Anfangserfolgen nicht nachlassen sollte. Nüchterne Betrachtung der Tiere anderer Züchter, ohne Neid und Missgunst im Bewusstsein, aufeinander angewiesen zu sein. Das Verweilen am Ring bis zur Kürung der Rassebesten gehört mit dazu, auch wenn man mit den eigenen Zuchtprodukten nicht gut abgeschnitten hat. Die Interpretation eines Rassenstandards lässt auch bei grosser Erfahrung der Bewertung spielraum zu. Aber die klare Linie der amtierender Richter für Gewichtigkeit und Rangfolge einzelner Punkte der Bewertung sollte bei den Besten in allen Klassen hervorstechen.

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Leider ist das wahre Interesse für eine Rasse und das gilt für alle Rassen - sehr begrenzt, wenn man die Anwesenheit der Rasseliebhaber beim Höhepunkt einer Ausstellung als Gradmesser nimmt. Hier schauen fast alle kaum über den eigenen Tellerrand.
Die Border-Treffen sind ein grosser Erfolg für die Rasse, sowie der Förderverrein für Border Terrier Bei soviel Enthusiasmus ist mir um die Zukunft des Border Terriers nicht bange, zumal hervorragende Züchter daran beteiligt sind. Dies sollte ein grosser Ansporn für die heimischen Züchter sein um klare Zuchtziele zu setzen, zum Nutzen der Rasse. Auch in der Hundehaltung halte ich übersteigerten Rassismus für falsch. Einseitigkeit kann zur Zwingerblindheit führen. Ein Züchter sollte sich auch für andere Rassen und deren Probleme interessieren. Der KFT mit vielen Rassen bietet hier die besten Möglichkeiten. Der Liebhaber einer Rasse schnuppert zwar umher, bleibt aber seinen Border Terriern treu. Er hat, wie jede Hunderasse, sehr individuelle Eigenarten, die auf das Temperament und die Individualität seines Bezitzers zugeschnitten sind.